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  • AutorenbildKerstin

Wie mir mein persönlicher skill tree dabei half, anzukommen.

"Eigentlich würde ich gern, aber..." Diesen Gedanken trug ich mit mir herum, seit ich denken kann. Irgendeine Leere war oft da, also bin ich gelaufen. Mal dahin, mal dorthin, immer mehr, immer weiter. Angekommen bin ich erst, als ich nicht mehr laufen konnte - und meinen persönlichen skill tree sehen und spüren konnte.


Zu sehen ist: Kerstin, die an einem Baum nach oben blickt.

Ich bin ein ehrgeiziger Mensch. Was für mich nicht in Frage kommt? Stehen bleiben oder aufgeben. Viele Jahre lang führte das zu guten Noten, erfolgreichen Bewerbungsgesprächen, neuen Herausforderungen, spannenden Projekten. Meine vielseitigen Interessen ließen mich dazu auch in viele Richtungen laufen - es gibt eben so viel Spannendes zu sehen, zu erleben!


Irgendwann ging dann gar nichts mehr. Die tiefen Krisen sind es immer wieder, die uns aufwecken. Spätestens dann können wir erkennen, dass wir etwas an unserer Art, durchs Leben zu laufen, ändern sollten. Aber warum eigentlich erst dann? Braucht es denn immer eine Krise?


Von der Zerrissenheit

So viele Interessen, so viele Projekte, so viele Möglichkeiten: daraus ergab sich ein buntes Potpourri an Kompetenzen, die scheinbar nicht vereinbar waren. Es entstand ein Gefühl der Zerrissenheit, des nicht Dazugehörens, das riesengroße Bedürfnis, endlich "meins" zu finden.

Als ich mich nicht mehr konzentrieren konnte, nicht mehr fähig war, Informationen zu verarbeiten, und einfach nur froh war, dass ich wochenlang den Baum vor meinem Balkon im Berliner Innenhof betrachten durfte, meine Augen schließen konnte und ihm einfach nur zuhören durfte, wurde mir mehr und mehr bewusst, dass es kein Zurück gab. Es ging nicht mehr, ich konnte nicht mehr so weitermachen, wie vorher.


Vom scheinbar unmöglichen Loslassen

Aber ich hatte doch jahrelang darauf hingearbeitet. Jahrelang studiert, freiberuflich gearbeitet, angestellt gearbeitet, Berufserfahrung gesammelt, mich Herausforderungen gestellt, gelernt zu verstehen, wie die Welt der Arbeit funktioniert, was wo wie gefragt ist und gelernt, mich durch diesen Dschungel zu navigieren. Endlich genug Geld verdient, um mir das leisten zu können, was mir wichtig ist: eine kleine Wohnung am Stadtrand von Berlin mit einem Balkon und Blick in den Garten auf diesen wunderschönen Baum.

Ich wollte nicht glauben, dass es nicht mehr ging. Entspannung & Stillstand verband ich immer noch mit Versagen. Mir einzugestehen, dass ich gerade nicht mehr in der Lage war, eine Aufgabe auszuführen, eine Verantwortung zu übernehmen, was das Schwierigste, was mir bis jetzt über den Weg gelaufen war.

Aber es ging nicht mehr. Also: Was nun?


Ein Gedanke beim Blick auf meinen Baum

Als sich meine Blicke einmal mehr in “meinem” Baum vor dem Balkon verloren, kam ein Gedanke zu mir. Das war leider schon lange nicht mehr passiert: In den letzten Monaten hatte mein Körper mich in einen Pausenmodus versetzt, um mich zu schützen. Da war sie also, die neue Idee:

Was, wenn ich gar nicht bei null anfangen muss?

Was, wenn ich das, was ich all die Jahre an Erfahrungen gesammelt habe, mitnehmen darf zu meinen nächsten Schritten? Was, wenn ich gar nicht unbedingt alles aufgeben muss, was mir lieb ist - ganz im Gegenteil: mich endlich auf das konzentrieren kann, was mir wirklich wichtig ist?


Wow.

In mir entstanden plötzlich Bilder für eine Zukunft, die ich mir wünsche. Bilder, die ich mir nicht erlaubt hatte, die ich weggeschoben hatte, weil sie unerreichbar schienen. Doch was, wenn das doch erreichbar ist? Wenn ich die letzten Jahre nicht in die "falsche" Richtung gelaufen bin, sondern das genau die richtigen Erfahrungen waren,

die mir genau das passende Skillset mitgeben, um nun meinen gewünschten Weg zu gehen?

An dem Tag veränderte sich so Einiges für mich.

Beim Blick in “meinen” Baum erinnerte ich mich daran, wie ich vor einigen Monaten ein paar Arbeitskolleg:innen dabei half, ihre Kompetenzen sichtbar zu machen, um zu sehen, welche Verantwortungen am besten für sie geeignet sind. Mir fiel auf, dass die Ergebnisse dieser Kompetenzanalysen genauso aussahen, wie der Baum, der direkt vor mir stand. Und mir wurde klar, dass ich mein eigenes Skillset anschauen sollte, um zu verstehen, wie ich meine nächsten Schritte gehen konnte.


Mein persönlicher skill tree wurde geboren.

Von Neuanfang war plötzlich keine Rede mehr. Mir war klar, dass ich bereits seit Jahren auf meinem Weg war. Dass ich jetzt, wo ich auf dem Weg der Erholung und Besserung war, meine kreative Vielfalt wieder ausleben durfte. Dass es jetzt darum ging, nichts mehr nach hinten zu drängen, sondern

  • mir all die großen Bilder als Ziele zu erlauben, meine Bedürfnisse sichtbar zu machen und auf sie zu hören,

  • all das sinnvoll und wirksam zu verknüpfen, was bereits da ist,

  • um es dann gezielt mit passenden Kompetenzen zu ergänzen, die ich brauche, um meinen gewünschten Weg zu gehen.


So bestärkt mich mein persönlicher skill tree seit dieser Erkenntnis jeden Tag.


Heute bin ich glücklich und dankbar, das Gefühl des Ankommens endlich zu spüren. Nun möchte ich Dich einladen, Deine Potenziale zu entdecken. Wenn Du magst, Deinen persönlichen skill tree mit mir zu gestalten. Mit Dir Deine Stärken, Deine Herzensthemen und Deinen Weg sichtbar zu machen. Denn auch Du brauchst nicht bei null anzufangen - Du bist bereits auf Deinem Weg.


It’s not too late,


Zu sehen ist: Kerstin, PurposeCoach


Zu lesen ist: Kerstin als Unterschrift

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