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Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch - Schwächen und Stärken finden.

“Wo liegen deine Stärken und Schwächen?” Diese Frage kommt mit ziemlicher Sicherheit in jedem Vorstellungsgespräch. Um gut darauf vorbereitet zu sein, hilft es, ein Update des eigenen Stärkenprofils zu machen. Hier kann eine persönliche SWOT-Analyse helfen. Wie das geht, erfährst du hier.



SWOT steht für strengths (Stärken), weaknesses (Schwächen), opportunities (Chancen und Möglichkeiten) und threats (Gefahren). Organisationen / Entrepreneure / Solopreneure in der Gründungsphase nutzen dieses Werkzeug, um das Potenzial der eigenen Idee greifbar zu machen: Wo grenzt sich die Idee durch Einzigartigkeit von anderen ab? Worin sind andere stärker? Welche Chancen birgt die Idee, wohin könnte es damit gehen? Auf welche mögliche Fallstricke sollte geachtet werden, wo lauern Gefahren? Wir bringen die Methode jedoch jetzt in einen anderen Bereich:


Du kannst dieses Tool wunderbar dazu nutzen, dich auf zukünftige Bewerbungen vorzubereiten.


Die SWOT-Analyse hat einen ganz wesentlichen Vorteil:


Sie schafft Klarheit und Transparenz für den aktuellen Moment. 


Sich bei Gedanken an ein Bewerbungsgespräch nur darauf zu verlassen, dass “bestimmt alles gut” wird, blendet die Realität genauso aus, wie eine pure Skeptikerhaltung, die von Beginn an überzeugt ist: “Ich bekomme den Job ohnehin nicht”. Dich in Gedanken nur weit in der Zukunft oder in der Vergangenheit zu befinden ist genauso hinderlich, wie nur von Tag zu Tag zu leben. Bei Bewerbungsgesprächen geht es um eine möglichst klare Vorstellung deiner aktuellen Persönlichkeit, inklusive deiner Interessen, Stärken, Schwächen und besonderen Fähigkeiten. Um nicht in alten Narrativen hängenzubleiben, kann dich eine transparente Momentaufnahme unterstützen.


Die wahre Power kommt aus dem ganzheitlichen Blick auf dich selbst.


Beantworte dazu in einem Raster wie dem Folgenden diese Fragen:


Zu sehen ist: eine Matrix zu Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren mit Fragen. Papier lehnt an einem Baumstamm.


Vor dem Vorstellungsgespräch Schwächen und Stärken updaten.


#1 Sammle alles, was dir einfällt


Wahrscheinlich hast du dir in deinem Leben bereits mehrmals Gedanken zu deinen Stärken und Schwächen gemacht. Hier geht es nun um ein Update. Wie ist der aktuelle Status? Für dieses Update nutzen wir das Tool der SWOT-Analyse:


Teile ein Blatt Papier in vier Bereiche, um Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren aufzuschreiben. Wie? Sammle Antworten auf die folgenden Fragen, schreib alles auf, was dir spontan in den Sinn kommt. Ohne zu bewerten, ohne zu filtern. Alles.


S - Was fällt mir leicht? Womit unterstütze ich andere? Was macht mich einzigartig? Keine falsche Bescheidenheit. Vielen von uns wurde antrainiert, auf Komplimente mit “ach, nein!” zu reagieren, anstatt uns darüber zu freuen, dass jemand etwas Positives an uns sieht. Probier mal etwas anderes: “Danke! Das freut mich, dass du das so siehst!” Wer weiß deine Stärken zu schätzen?


W - Was können andere besser? Wo gehe ich nicht genug auf die Bedürfnisse anderer ein? Wovor habe ich Angst?

Wir müssen nicht alles können. Das, worin andere besser sind, können wir entweder anderen überlassen, oder uns selbst darin verbessern. Alles fängt bei der Beobachtung an: Stehen erst mal Antworten auf dem Papier, kannst du im zweiten Schritt immer noch überlegen, was du damit machen möchtest. Also: Raus damit! Das Papier hört dir geduldig zu :-)


O - Wo gibt es Bedarf? Wie entwickelt sich meine Umgebung? Wer könnte von meinen Stärken und Kompetenzen profitieren? Mit wem könnte ich zusammenarbeiten?

In den Antworten darauf sind jede Menge Chancen zu finden. Der Blick über den Tellerrand gibt uns die Möglichkeit, optimistisch und mit guter Energie in die Zukunft zu schauen. Es ist schon so viel da, du bringst schon so viel mit: Wo kannst du “andocken”? Wo kann durch individuelle Erfahrungen von dir und anderen etwas komplett Neues entstehen? Hier findest du deinen fruchtbaren Boden, um dich vollständig zu entfalten.



T - Worauf muss ich achten, um meine Energie zu behalten? Was brauche ich, um meine Batterien aufzuladen? Was hat in der Vergangenheit nicht funktioniert? Wie könnte sich der momentane Bedarf in der Zukunft verändern?Wir haben alle keine Glaskugel. Was wir jedoch haben, ist die Möglichkeit, uns selbst zu beobachten und noch besser kennenzulernen: Was brauche ich? Was ist mir wichtig, was werde ich auch in Zukunft noch brauchen? Auch unsere Umgebung können wir aufmerksam wahrnehmen und so Annahmen treffen, uns informieren: Wie hat sich unsere Welt in den letzten zehn Jahren verändert, wie könnte sie sich in den nächsten Jahren entwickeln? Zusammengefasst:

Was brauche ich morgen & was brauchen andere morgen?


#2 Frag andere um ihre Meinung


Nun hast du dich deiner eigenen Wahrnehmung gewidmet. Magst du, was du siehst? Hast du bereits neue Erkenntnisse gewonnen? Gönn dir auch in Zukunft regelmäßig Zeit für deine Selbstwahrnehmung.


Nun kommen wir noch zu Teil zwei: der Wahrnehmung von außen. Wo sieht dein Umfeld deine stärksten persönlichen Eigenschaften, deine Kernfähigkeiten, deine Einzigartigkeit, mögliche Schwächen und Gefahren, sowie potenzielle Chancen? Nein, das fällt nicht immer leicht, da funkt gerne mal die Angst vor Kritik dazwischen.


Deshalb mein Tipp: Überleg dir,

  • wen du fragen willst: Wessen Wahrnehmung ist dir wichtig?

  • welche Form (schriftlich, mündlich) dir hilft, die Ergebnisse anzunehmen.


Du wirst überrascht sein, was da alles an schönem Feedback zurückkommt!


#3 Überlege, was du mit dem Ergebnis machen möchtest.


Und, ist den Blatt schon voll? Bewahre Dein SWOT-Blatt am besten irgendwo sichtbar auf, um die Ergebnisse nicht aus den Augen zu verlieren. So kannst du jederzeit ergänzen, was dir in den Sinn kommt, welche Rückmeldungen du von anderen erhältst und dir immer wieder überlegen: Was will ich damit jetzt machen? Es liegt an dir, wie du deine Erkenntnisse einsetzen willst, um deine Zukunft aktiv zu gestalten.


Bist du bereit für dein nächstes Motivationsschreiben, nun mit einem Update deiner Persönlichkeit?


Falls du noch nicht weißt, in welche Richtung es beruflich bei dir weitergehen kann/soll, unterstütze ich dich gern.



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