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Quereinsteiger:in ins Onlinemarketing - Charlotte Clarke zu Gast im Podcast stark und unsicher

Ein erfüllender remote Job in Teilzeit - so beschreibt Charlotte ihren Beruf. Sie setzt sich mit Nachhaltigkeitsthemen auseinander, arbeitet als Redakteurin und Onlinemarketing-Managerin, und all das als Quereinsteigerin.


Wie ihr Weg aus der Wissenschaft hin zum Quereinstieg ins Marketing aussah, welche Entscheidungen sie wie getroffen hat und welche persönlichen Stärken sie in ihrer Tätigkeit unterstützen, darüber sprechen wir im Interview.





 

Transkript zum Interview "Als Quereinsteiger:in ins Onlinemarketing"


Hier findest Du ein Transkript des Interviews mit Charlotte.


[Charlotte] Mein Lebenslauf ist so ein bisschen... ja 'krumm' ist so ein unschönes Wort. 'Kreativ', 'ungeradlinig', wie auch immer man das nennen möchte. Also ich habe – in einem früheren Leben, sage ich immer, weil das wirklich so unfassbar weit weg scheint – also nach meinem Abitur habe ich Biochemie studiert, habe meinen Bachelor und meinen Master ganz brav gemacht, weil, wenn man einmal was anfängt, muss man es ja auch zu Ende machen – dachte ich damals zumindest.


Intro


[Kerstin] Herzlich willkommen zu dieser Folge von "stark und unsicher". Heute ist Charlotte Clarke bei mir zu Gast, die als Quereinsteigerin im Online-Marketing arbeitet, und zwar als Redakteurin für den Themenbereich impact careers im Nachhaltigkeitsbereich. Wie ihr Job genau aussieht und welcher Lebensweg sie dahin geführt hat, darüber werden wir heute sprechen, und ich bin schon ganz gespannt darauf und freue mich, dass sie heute da ist. Herzlich willkommen, Charlotte!


[Charlotte] Hallo Kerstin, und vielen Dank für die Einladung, ich freue mich auch schon sehr, mit Dir zu plaudern.


[Kerstin] Ja, sehr gerne. Ich bin total gespannt, was Du uns erzählen wirst, und ich freue mich darauf, jetzt gleich mal zu erfahren: Was steckt denn da genau dahinter? Du arbeitest als Redakteurin für den Themenbereich impact careers im Nachhaltigkeitsbereich. Klingt großartig. Magst Du uns ein bisschen erzählen von Deinem aktuellen Job?


[Charlotte] Genau, ich bin aktuell in Teilzeit als Redakteurin und Online-Marketing-Managerin bei einer Online-Plattform angestellt, die sich auf das Thema Karriere im Nachhaltigkeitssektor fokussiert. Also konkret unterstützen wir Menschen, die mit ihrem Beruf positiv in der Welt wirken wollen, dabei, einen passenden und verantwortungsvollen Arbeitgeber zu finden. Und mein Arbeitsalltag besteht also unter anderem aus dem Managen der Stellenanzeigen unserer Kunden – das sind hauptsächlich gemeinnützige Organisationen und Sozialunternehmen, und durchaus auch einige größere namhafte Firmen dabei. Darüber hinaus schreibe ich Ratgeber und Artikel zum Thema Jobsuche und Berufseinstieg in die Nachhaltigkeitsbranche und führe auch Interviews mit GründerInnen und AktivistInnen. Also normalerweise bin ich in der Rolle derjenigen, die die Fragen stellt, und nicht in der Rolle, die kluge Antworten finden darf. Von daher ist die Situation für mich auch gerade ein bisschen aufregend. Und was vielleicht noch erwähnenswert ist: Ich arbeite komplett remote, das heißt: Es gibt kein firmeneigenes Büro, in das ich jeden Tag fahre, sondern ich bin völlig ortsunabhängig und erledige meine Arbeit teils von zu Hause aus und habe außerdem einen Schreibtisch in einer Coworking Space, also einem Gemeinschaftsbüro in meiner Stadt gemietet. Und natürlich haben wir mit dem Team auch regelmäßig Zoom-Calls, aber der größte Teil der internen Kommunikation und Organisation läuft eben über digitale Tools ab. Genau, so weit zu meiner aktuellen beruflichen Situation.


[Kerstin] Das klingt super. Ich habe jetzt so viele Begriffe rausgehört, wo ich denke: Nach so einem Job suchen bestimmt auch viele Leute, also so Teilzeit ist bei mir hängengeblieben, remote, also dass Du wirklich ortsunabhängig arbeiten kannst, und dann eben auch diese Themen, Nachhaltigkeit, was zu einem natürlich total wichtig ist für unsere Welt, und gleichzeitig ja auch... ja, stelle ich mir vor, ein erfüllender Job ist. Geht's Dir auch so?


[Charlotte] Ja, auf jeden Fall. Also dieses Thema Sinnhaftigkeit ist für mich eins, was sehr, sehr im Vordergrund steht. Also mich macht es einfach wesentlich glücklicher, wenn ich direkten Bezug habe zu dem, was ich mache und weiß, dass ich in irgendeiner Form irgendwie unterstützen kann und irgendwie was Positives in die Welt trage; und da ist natürlich der Themenkomplex Nachhaltigkeit sehr naheliegend. Und das wiederum ist ja auch wieder ein riesiges Handlungsfeld, also gibt es ja verschiedenste Dimensionen, ob es jetzt Umwelt, Klimaschutz ist, also die ökologische Ebene, oder soziale Berufe, aber auch technische Berufe –Erneuerbare Energien beispielsweise fallen darunter – also da kann man sich ja alle möglichen Jobs vorstellen, die einen Bezug zu Nachhaltigkeit haben können und wo man einfach weiß: Ich habe einen positiven impact.


[Kerstin] Ja, finde ich gerade super, dass Du das so differenzierst; weil wenn wir nach einem Job im Nachhaltigkeitsbereich suchen, fehlen uns manchmal wahrscheinlich ja die Vorstellungen auch noch, was da eigentlich alles möglich ist. Und wenn wir nicht wissen, wonach wir suchen sollen, dann wird es auch schwierig, das zu finden; und ja, mit so ein paar Stichwörtern bekommt man schon wieder so ein paar Ideen, in welche Richtung es da gehen kann. Wie kam es denn dazu, dass Du Dich für diese Themen interessierst und dann auch... oder wie hast Du dann... hast Du auch aktiv nach Deinem Job gesucht? Wie bist Du dahin gekommen?


[Charlotte] Mein Job hat im Prinzip mich so ein bisschen gefunden. Also das Thema Nachhaltigkeit treibt mich einfach in meinem Privatleben schon ganz, ganz lange, seit wirklich vielen Jahren, um und ja... mein Lebenslauf ist so ein bisschen... ja 'krumm' ist so ein unschönes Wort. 'Kreativ', 'ungeradlinig', wie auch immer man das nennen möchte. Also ich habe – in einem früheren Leben, sage ich immer, weil das wirklich so unfassbar weit weg scheint – also nach meinem Abitur habe ich Biochemie studiert, habe meinen Bachelor und meinen Master ganz brav gemacht, weil, wenn man einmal was anfängt, muss man es ja auch zu Ende machen – dachte ich damals zumindest. Und habe dann angefangen, nach meinem Studium in einem Labor zu arbeiten, eben in der Forschung als Wissenschaftlerin, und war da einfach totunglücklich aus verschiedensten Gründen; es hat menschlich nicht gepasst, der ganze Wissenschaftsbereich, den sehe ich als Arbeitsfeld so ein bisschen... ja, die Arbeitsbedingungen sind da jetzt nicht ganz so ideal aus meiner Sicht. Und auch so ein bisschen die Sinnfrage hat mir gefehlt, also diese Frage: 'Okay, wofür stehe ich morgens eigentlich auf?', weil ich diesen, diesen Beitrag einfach nicht greifbar hatte für mich, womit ich jetzt nicht sagen möchte, dass Forschung irgendwie kein sinnvolles Berufsfeld ist. Auf gar keinen Fall, es braucht Forscher und Forscherinnen ganz, ganz dringend. Aber es war nicht mein Feld, diese extreme Spezialisierung. Das hat mich irgendwann nicht mehr erfüllt. Also ich brauche eher dieses breite und generalistischere Arbeiten, sage ich mal, und dementsprechend habe ich irgendwann nach zwei Jahren gekündigt und habe dann noch mal studiert, und zwar das Fach Nachhaltige Entwicklung. Und das war eben dieses sehr, sehr breite, generalistische Studienfach, wo man – ich sag' mal ganz blöd – am Ende von allem "so ein bisschen" was weiß, aber von nichts so richtig. Und ich fand es einfach grandios. Also auch diese Verknüpfung herstellen zu können zwischen verschiedensten Themen und sozusagen als Schnittstellenperson ausgebildet zu werden, die eben verschiedene Bereiche miteinander verknüpft, und nicht in diese extreme Spezialisierung zu gehen, wo ich eben herkam. Und dann habe ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber einen ja Nebenjob angefangen, neben meinem Studium eben, und daraus ist dann eben ein richtiger Job geworden, nachdem ich fertig wurde.


[Kerstin] Ja. Wenn Du sagst: Es hat sich so angefühlt, als würdest Du vieles so ein bisschen können und nichts so richtig, und dann gleich auch gesagt hast, Du fandest es super, das fand ich gerade so schön, weil viele das ja auch so als Mangel und als Hürde wahrnehmen und sich dann wünschen, irgendwo eben Expertin oder Experte zu sein oder eben sich da... also man... jeder hat ja eine Expertise, und Du hast es ja auch gerade schon genannt: Deine sind dann die Schnittstellen; und diese Verbindung herstellen zu können zählt da wahrscheinlich zu Deinen Stärken in den verschiedenen Themenbereichen, wo Du da so unterwegs bist. Wie bist Du denn zu dieser Perspektive gekommen? Hattest Du die schon immer, oder hattest Du auch Augenblicke, wo Du gedacht hast: 'Naja, irgendwie kann ich alles so ein bisschen, aber nichts so richtig, und finde das jetzt nicht so toll'?


[Charlotte] Ist eine gute Frage. Ich glaube, dadurch dass ich eben aus dieser extremen Spezialisierung aus der Wissenschaft kam, wo man sich irgendwann wirklich nur noch mit einem Molekül in einem bestimmten Zelltyp, jetzt in meinem Fall, beschäftigt und wirklich so Scheuklappen gefühlt bekommt – dadurch wusste ich eben, wie es ist, extrem spezialisiert zu sein, und habe einfach gemerkt: Das entspricht nicht wirklich meinem Wesen, und bin dann eher in das Breitere gegangen und habe dann gemerkt: 'Okay, das ist viel eher meins'. Ich kann aber auch total nachvollziehen, wenn man jetzt beispielsweise direkt nach der Schule etwas sehr Generalistisches studiert und dann irgendwie das Gefühl hat: 'Okay, aber wo ist jetzt wirklich meine Expertise?' – ich glaube, da muss man vielleicht zu einem Mittelweg finden, dass man durchaus breites Wissen vielleicht hat und auch immer offen ist, um an neue Themen anzuknüpfen, aber sich vielleicht schon ein ein kleines Feld innerhalb des großen Handlungsfeldes rauspickt, wo man vielleicht ganz besonders für brennt und so ein bisschen zur Expertin oder zum Experten wird; also irgendwie... ja, wie überall im Leben im Prinzip: wie man eine Balance findet damit.


[Kerstin] Ja, und wie war das für Dich damals, wenn Du Dich da dran erinnerst – Du hast in der Forschung im Labor gearbeitet – ich habe noch nie im Labor gearbeitet. Ich stelle mir das gerade so vor, dass man da in so Räumen ist ohne Fenster, und und es wird nicht viel gesprochen, sondern irgendwie immer in so ein Mikroskop reingeschaut... Wie ist das denn wirklich?


[Charlotte] Das ist gar nicht mal so entfernt von der Realität... Nein, also wir hatten im Labor schon Fenster, wir haben die Sonne gesehen... und nein, das waren auch ganz, ganz tolle Kollegen und Kolleginnen, mit denen man natürlich auch sich ganz viel austauscht und natürlich auch Freunde findet innerhalb des Kollegiums, klar. ... Aber ja, also ich habe... ich habe das...  Diese manuelle Arbeit, also das Hantieren mit den Pipetten und den Zellkulturen, also das hat mir super Spaß gemacht, die praktische Ebene davon.Was mich relativ unglücklich gemacht hat, war dieser extreme Publikationsdruck. Also das hat man ja, wenn man in drittmittel-finanzierten Projekten angestellt ist; das heißt, die Universitäten bezahlen eben nur einen ganz, ganz kleinen Teil der Forschung, weil sie einfach nicht die finanziellen Ressourcen haben, und der Rest wird eben durch externe Fördermittel bezahlt; und dementsprechend hat das Projekt nur Erfolg, wenn man ein wissenschaftliches Paper am Ende publiziert, und da ist der Druck einfach... oder zumindest ist das meine Erfahrung gewesen, dass der Druck da sehr, sehr hoch ist, auch wirklich da in dem Sinne Erfolg zu haben. Und die Sache ist, wenn man mit lebenden Organismen arbeitet, ist es selten planbar; die sind nicht immer so, oder verhalten sich nicht immer so, wie man das erwartet. Man stellt eine Hypothese auf, und es kann auch sein, dass die falsch ist; aber das publiziert man nicht. Man publiziert nur das, was geklappt hat. Und dieser Druck ist schon, also für mein Gefühl, enorm gewesen. Und auch selbst wenn man erfolgreich ein Paper publiziert, man gibt es in die Welt hinaus, und klar, es erscheint in irgendeinem Magazin, aber was es dann wirklich bewirkt in der Welt, das ist dann so im "Orbit", sag ich immer. Also man hat da keinen Einfluss mehr drauf, oder man merkt es gar nicht, was das eigene Wissen, das man da generiert hat, irgendwie beiträgt zu etwas größerem Ganzen. Das hat mir da so ein bisschen gefehlt, also das greifbare Ergebnis, was ich irgendwie sehen kann.


[Kerstin] Ja, das kann ich mir vorstellen, ja. Ja, spannend, okay. Und wie hat dieser Weg denn ausgesehen, diese Prozess hin zu, dass Du gesagt hast: 'Ich mache jetzt noch mal was anderes'. Ist ja schon auch keine kleine Entscheidung wahrscheinlich zu sagen: 'Ich studiere jetzt noch mal', oder?


[Charlotte] Ja, das war schon ein großer Sprung. Als ich angefangen habe, dieses Zweitstudium zu machen, war ich ja 28. Das heißt, ich saß da im ersten Semester mit den ganzen Menschen, die gerade ihr Abitur hinter sich hatten, und ich war so ein bisschen die "Studiengangs-Mama" irgendwie gefühlt, weil ich einfach knapp zehn Jahre älter war als die meisten meiner KommilitonenInnen, und hatte auch so ein bisschen Angst: 'Oh Gott, finde ich da Freunde? Wollen die überhaupt mit mir reden, oder bin ich denen irgendwie schon zu weit weg?' Aber es war alles ganz wunderbar. Nee, aber der Weg dahin, ja, ich sag mal, irgendwann ist in meinem Fall der Leidensdruck so groß geworden, dass ich es nicht mehr ignorieren konnte. Also ich war wirklich sehr, sehr unglücklich, und habe mich natürlich gefragt: 'Okay, was mache ich, wenn ich das Handtuch jetzt werfe?' Generell eine Karriere im Wissenschaftsbereich kann ich mir einfach nicht vorstellen, also einfach nur ein Wechsel des Arbeitsplatzes hätte es auch nicht getan, weil das Problem einfach viel übergeordneter war, sage ich mal. Und da bin ich durch Zufall auf die Webseite diese Studiengangs, eben nachhaltige Entwicklung in Bochum, gestoßen, und habe mir das durchgelesen, und das war wie so ein Wink des Schicksals gefühlt. Also das war einfach genau das, was ich mir vorgestellt hatte, was auch meinen persönlichen Interessen entsprach, es war meine Heimatstadt, in die ich eh zurück wollte. Und ich habe mich einfach beworben; und ich weiß noch, wo ich diese E-Mail bekommen habe mit der Zusage, und habe einfach total angefangen zu weinen vor Freude und konnte es kaum fassen, weil auch eben die Plätze für ZweitstudentInnen sehr begrenzt sind. Natürlich werden die bevorzugt, die noch nicht studiert haben, was natürlich völlig sinnvoll ist. Dementsprechend war meine Chance nicht so groß, aber es hat funktioniert, und da war für mich einfach klar: 'Okay, ich mache diesen Sprung jetzt'. Dann habe ich meine Kündigung eingereicht, was natürlich... Oh ja, das war... Da hatte ich eine unfassbare Hemmschwelle, unfassbar Angst vor, aber als der Schritt dann wirklich gemacht war, hatte ich keine Sekunde irgendwie Zweifel. Und dann war alles ganz einfach. Also wenn man einmal... Also der Weg zum Gipfel, zum Sprung ist unfassbar schwer, aber wenn man sich einmal traut, dann fügt sich im Endeffekt alles. Das ist ganz oft so.


[Kerstin] Schön. Ja, eine Nachfrage habe ich noch zu dem, was Du gerade beschrieben hast: Du hast gesagt, es war ganz viel Angst dabei, bevor Du gekündigt hast, oder Du hattest Angst vor dieser Kündigung. Kannst Du Dich erinnern, wovor Du da genau Angst hattest?


[Charlotte] Ja, im Endeffekt vor der Bewertung durch meine Vorgesetzten, meiner KollegInnen, und ich habe mich auch ein Stück weit in dem Moment als Versagerin irgendwo gefühlt. Also ich habe natürlich ein Projekt irgendwo angefangen, und es wurden Erwartungen an mich gestellt – klar, an seine Mitarbeitenden hat man nun mal Erwartungen –, und die habe ich nicht erfüllt, und das war natürlich fürs Ego, sage ich mal, schon irgendwie ein Schlag, den man erstmal irgendwie so ein bisschen verarbeiten muss; und eben vor diesem Eingeständnis 'Okay, ich habe irgendwie nicht geschafft, was ich mir zum Ziel gesetzt hatte und werde eventuell auch negativ bewertet durch andere', davor hatte ich Angst, ja. Wurde ich eventuell auch. Also es ist nichts Schlimmes passiert nach meiner Kündigung, um Gottes Willen! Also alle haben ganz normal mit mir noch geredet, ich wurde nicht irgendwie sanktioniert oder sonst irgendwas – das Leben geht immer weiter, es ist alles in Ordnung, es passiert einem nichts. Und selbst wenn es Menschen gab oder gibt, die in irgendeiner Form negativ über mich denken, dann sind das deren Gedanken, und ich muss... oder habe mir vorgenommen, eben meinen eigenen Weg zu gehen; und der muss nicht dem entsprechen, was andere für richtig halten, weil jede Lebensgeschichte ist eben anders, und alle haben andere Bedürfnisse und Vorstellungen, wie ein gutes Leben ist, oder was eine erfüllende Karriere ist, und das ist auch, ja, das ist auch gut so. Und man muss nicht die Erwartungen aller Menschen erfüllen, um einen... – kann man auch gar nicht. Das wäre ziemlich anstrengend.


[Kerstin] Auf jeden Fall, ja. Danke Dir, dass Du das so offen darüber sprichst. Ich kann mir vorstellen, dass es vielen Menschen so geht, dass eben dieser Leidensdruck entweder schon da ist, oder sogar schon seit sehr langer Zeit da ist, und da eben aber auch gleichzeitig viele Ängste damit verbunden sind, dass man da die Richtung nicht ändert, sich nicht traut zu kündigen, sich nicht traut, auch mal zu schauen: in welche Richtung kann's denn gehen. Also Du hattest dann ja durch Zufall schon das Studium gefunden, und es hat... hat es Dir das auch leichter gemacht, dann mit dieser Perspektive zu kündigen dann?


[Charlotte] Auf jeden Fall. Klar, ich wusste schon, wo mein nächster Schritt hingeht. Wenn ich natürlich jetzt völlig ins Blaue hinein kündige und gar nicht weiß, wohin geht die Reise jetzt als nächstes, ist es noch mal herausfordernder, klar. Wobei ich immer für Selbstschutz plädiere. Also wenn ich merke, der Leidensdruck ist so groß, und ich bin wirklich kurz davor auszubrennen oder mir selbst Schaden zuzufügen, wenn ich bleibe, weil die Situation für mich so unerträglich ist, dann ist es immer besser, auch ins Blaue hinein die Situation zu ändern und von da aus zu schauen, als auszuharren und im Endeffekt, ja, Konsequenzen tragen zu müssen; ja also an denen man einfach lange zu knabbern hat und die einen vielleicht sogar langfristig daran hindern, wirklich ja glücklich zu werden oder wirklich weitermachen zu können und genug Energie zu haben, um überhaupt nächste Schritte machen zu können.


[Kerstin] Ja. Ja, und wir haben ja auch das große Glück im deutschsprachigen Raum, eine bestimmte Absicherung auch zu haben, wo ich... Also ich hatte mir das lange nicht vorstellen können, arbeitslos zu sein, weil das ja leider auch gesellschaftlich in vielen Bereichen negativ bewertet wird, und war dann wiederum allerdings sehr, sehr dankbar, dass es diese Möglichkeit gibt, auch eine Weile lang finanziell unterstützt zu werden, um dann nicht komplett von heute auf morgen, ja, kein Einkommen mehr zu haben. Also so ist es dann ja glücklicherweise auch nicht, sobald man mal eingezahlt hat und sobald man mal gearbeitet hat für eine Weile...


[Charlotte] Ja, absolut. Da sind wir einfach in Deutschland extrem privilegiert, dass wir immer ein letztes Sicherheitsnetz haben, wenn es denn so weit kommen sollte. Und ich glaube, dass auch eine Phase der Arbeitssuche total produktiv sein kann. Also es heißt ja nicht, dass man irgendwie nur zu Hause sitzt und traurig ist, sondern die Zeit kann man ja wirklich total gut nutzen: Sei es, dass man irgendwie vielleicht eine Persönlichkeitsentwicklungsarbeit macht, um erstmal irgendwie rauszufinden: 'Wer bin ich eigentlich, was will ich eigentlich, wo sind meine Stärken?', oder ob ich eine Weiterbildung, eine Umschulung mache. Also die Zeit kann man ja ganz, ganz wundervoll nutzen. Und ja, das Thema Stigmatisierung ist natürlich ein Ding, auf jeden Fall. Aber ich glaube auch, davon muss man sich nicht beirren lassen. Ich glaube, wenn man die Zeit gut nutzt, ist das ja auch wirklich eine Phase, die fast jeder im Leben mal erlebt, dass man mal zwischen zwei Jobs hängt; und von daher, ich glaube, das ist auch immer... Ich glaube, die Arbeitswelt wandelt sich auch immer hin zu einer dynamischeren Arbeitswelt, wo eben Jobwechsel und Sabbaticals und Pausen und Phasen von 'Ich finde mich selbst', im positiven Sinne, dass die immer mehr zu Normalität werden.


[Kerstin] Ja, ja, total spannend. Und dann hast Du angefangen zu studieren: Du saßt dann im Hörsaal mit Menschen, die um einiges jünger waren als Du. Und war das dann quasi noch mal ein Bachelor, und hast Du dann Vollzeit studiert, oder wie hast Du das gemacht?


[Charlotte] Genau, es war noch mal ein Bachelor. Damals gab es den Masterstudiengang nicht. Mittlerweile gibt es den, aber als ich damals anfing, gab es nur den Bachelor, und da das ja eh ein neues Fach war und ich es auch gut fand, das noch mal von Grund auf alles mitzukriegen, was es so mit der Nachhaltigkeit auf sich hat und dann noch mal eine fundierte Basis zu schaffen, war das für mich jetzt kein Nachteil. Genau, und es war ein Vollzeitstudium; ich habe nebenbei eben gearbeitet, hatte zwischendurch auch ein Stipendium, und meine Eltern haben mich auch unterstützt. Da war ich natürlich auch sehr, sehr dankbar, dass sie das noch mal möglich gemacht haben, ja.


[Kerstin] Gut. Ja, Du hast ja ursprünglich Biochemie studiert und dann in der Forschung gearbeitet und hast Dich dann in Deinem weiteren Studium mit Nachhaltigkeit auseinandergesetzt und arbeitest jetzt auch in dem Bereich.Und da habe ich mich gefragt: Welche Themen, oder welches Wissen, oder welche Herangehensweisen kannst Du denn mitnehmen aus Deinem sozusagen "vorherigen Leben" als Forscherin und als Du im Labor gearbeitet hast?


[Charlotte] Ja, ist eine spannende Frage. Ich würde sagen, die Inhalte, also die rein inhaltlichen Überschneidungen, halten sich relativ in Grenzen, da ich jetzt eben... Also ich mache jetzt keinen Wissenschaftsjournalismus; es sind nicht biochemische Themen in dem Sinne, über die ich jetzt schreibe oder berichte; aber was ich auf jeden Fall mitnehmen konnte, eben aus der Arbeit als Wissenschaftlerin, ist eine gewisse, ich nenne das mal Strukturiertheit im Denken und im Abarbeiten von To-Dos, und vielleicht eine gewisse Sensibilität, was die Qualität von Fakten oder Informationen angeht. Also immer wieder zu hinterfragen: 'Okay, woher stammt diese Aussage, wo ist die Quelle, ist das seriös?' Genau, oder vielleicht auch immer so ein bisschen das Bewusstsein dafür, dass sobald ich eine Aussage treffe oder eine Frage beantworte, dass das wiederum immer neue Fragen aufwirft. Also man ist sozusagen nie fertig. Und immer so ein bisschen weiterzuspinnen und immer wieder neu anknüpfen zu können an neue Aspekte, das ist so ein Mindset, das ich auf jeden Fall mitgenommen habe aus dem wissenschaftlichen Bereich.


[Kerstin] Ja. Ja, schön. Ja, das klingt wunderbar! Und klingt auch für mich total schlüssig, obwohl ich selbst nie in der Forschung gearbeitet habe, aber ich kann mir das sehr gut vorstellen, und ich finde es so wichtig, da immer auch hinzuschauen so, wo ist der rote Faden? Weil am Ende gibt es den ja bei jedem auch und bei jeder von uns, und ja, dass man da einfach jeweils die vielen Erfahrungen, die man so gemacht hat – in welchen Bereichen auch immer – im Grunde ja mitnehmen kann und einem die niemand mehr wegnehmen kann; sondern die sind Deine, die kannst Du jetzt dort einsetzen, wo Du Lust drauf hast. Und ja, Du hast ja sogar noch, wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe aus unserem Vorgespräch, eine Promotion begonnen. Habe ich das richtig in Erinnerung?


[Charlotte] Genau. Also diese zwei Jahre, die ich eben in der Forschung gearbeitet habe, das war eben im Rahmen eines Promotionsvorhabens. Also ich hätte am Ende eine Doktorarbeit geschrieben, wenn ich das zu Ende gemacht hätte. 


[Kerstin] Verstehe. Kannst Du Dich noch erinnern, was Deine ursprüngliche Motivation war zu sagen: 'Ich möchte promovieren'? 


[Charlotte] Weil man es halt macht in dem Bereich. Also jedem Menschen, der überlegt zu promovieren, dem oder der würde ich auf jeden Fall raten: Sucht euch ein Thema, für das ihr wirklich brennt, weil man beschäftigt sich verdammt lange und verdammt intensiv mit genau diesem Thema; und wenn man da nicht überzeugt von ist oder wirklich sich dafür interessiert, wird das sehr, sehr mühselig. Das mag in den IT-Branchen oder in den technischen Branchen ein bisschen anders sein; in den naturwissenschaftlichen Bereichen, also Chemie, Biologie, Biochemie, ist das fast schon obligatorisch, eine Promotion nach dem Studium dranzuhängen, weil es einfach für Master- und Bachelor-AbsolventInnen sehr wenige Jobs gibt. Und das ganze Studium bereitet einen auch ja eher auf den akademischen Weg vor und weniger auf eine Karriere in der freien Wirtschaft, sage ich mal. Und wie gesagt, damals war ich noch so ein bisschen in dem Mindset drin: 'Okay, ich habe etwas angefangen, also muss ich es auch durchziehen', und deswegen der Schritt zur Promotion. Das war jetzt nicht aus einer reflektierten und überzeugten Haltung heraus, sondern eher: 'Gut, ich folge dem Pfad, der irgendwie vorgegeben ist'.


[Kerstin] Ja, und jetzt arbeitest Du im Online-Marketing als Redakteurin, und ja, wie sieht denn da Dein Job genau aus? Also wenn jemand jetzt vielleicht auch neugierig ist auf so einen Job in diesem Bereich, was Du gerade beschrieben hast, wie sieht denn Deine Arbeitsalltag aus: Was gehört da alles genau dazu?


[Charlotte] Ja, ich bin so ein bisschen das Mädchen für alles Digitale, sage ich mal. Also klar, Artikelschreiben gehört auf jeden Fall dazu, das können zum Beispiel Job-Portraits sein. Also die Plattform, für die ich arbeite, ist eben auf Karriere im Nachhaltigkeitsbereich spezialisiert. Dementsprechend stellen wir des Öfteren verschiedene Berufsbilder und Jobs vor, die eben in der grünen Branche gefunden werden können. Dann hole ich mir jemanden quasi ran, der oder die einen spannenden, nachhaltigen Job hat und frage den Menschen eben, wie der Arbeitsalltag ist und welche Einstiegsmöglichkeiten es da gibt, wie da der Hintergrund ist – also ähnlich, wie wir das jetzt machen, nur umgekehrt.Das können aber auch Artikel sein zum Thema nachhaltige Wirtschaftsalternativen, weil natürlich auch Wirtschaft und Arbeitsmarkt zusammenhängen. Das können Listen sein mit potenziellen grünen Arbeitgebern. Also wir decken alle möglichen arbeitsrelevanten Themen ab. Des Weiteren haben wir jetzt vor Kurzem angefangen, Webinare anzubieten, wo wir uns ExpertInnen mit ins Boot holen, Bewerbungs-coaches beispielsweise, und die darf ich dann mit moderieren, diese Webinare. Ist auch ein ganz neues Aufgabenfeld gewesen, was unglaublich Spaß macht, auch mit den Teilnehmenden dann zu interagieren und die da zu vernetzen. Ein bisschen technischer kann es auch durchaus werden, Suchmaschinenoptimierung gehört auch zu meinem Tätigkeitsfeld; also wie können... oder wie kann die eigene Website so gestaltet werden, dass sie bei Google und anderen Suchmaschinen möglichst gut gefunden wird. Das ist dann so  [...] zwischen Technik und der Schreibtätigkeit. Das Anzeigenmanagement: Also wir listen eben Stellenanzeigen von Arbeitgebern, und da betreue ich die Kunden. Das sind so die grundlegenden Tätigkeitsfelder, in den ich unterwegs bin. Genau.


[Kerstin] Sehr spannend, ja! Gibt es davon irgendwas – also wenn man jetzt noch mal weiter runterbricht, ich habe herausgehört: 'Schreiben', dann auch ein Stück weit 'analytisch', analytisches Vorgehen, dann 'Moderation', ja Fragen stellen, also auch so Interviews zu führen – was davon... gibt es da irgendwas davon, wo Du sagst, das hast Du eigentlich schon immer richtig gerne gemacht?


[Charlotte] Ja doch, Schreiben hat mir immer schon Spaß gemacht; also dieses Jonglieren mit Wörtern, das hat mir in der Schule schon unglaublich gut gefallen. Was natürlich im Wissenschaftsbereich, ich würde sagen: nicht zu kurz kam, da schreibt man auch sehr viel, aber das natürlich eine viel sachlichere Art, Dinge zu formulieren; und wenn man jetzt redaktionelle Texte schreibt, eben für einen Blog oder Ähnliches, dann kann durchaus auch mal die eigene Meinung mit reinfließen – die man natürlich als solche auch irgendwie kenntlich machen sollte; nicht, dass das als Fakt dargestellt wird. Aber eine persönliche Note kann durchaus auch mit reinkommen; und das ist noch mal eine andere, auch eine schöne Art von Schreiben, wie ich finde.


[Kerstin] Ja, voll schön! Ja, wunderbar, danke Dir für diese vielen Einblicke, die Du uns jetzt gegeben hast, so in Dein Leben, in Deinen aktuellen Beruf, in Deine vorherigen Stationen; und auch, ja ganz offen darüber zu sprechen, wie Du Dich damals gefühlt hast, bevor Du dann die Richtung geändert hast. Ich finde es total wertvoll für alle, die vielleicht gerade an so einem Punkt stehen, oder auch das Vertrauen zu haben, selbst wenn das mal so sein sollte in der Zukunft, dass auch das dann in Ordnung ist, dann noch mal die Richtung zu ändern. Und ja, und jetzt würde ich total gerne zu meiner Abschlussfrage kommen, die ja für alle Podcast-Gäste gleich ist, und Du kannst gerne einen Moment drüber nachdenken. Und zwar geht es darum, was denkst Du: Was ist Deine größte persönliche Stärke, Deine größte Unsicherheit, und was, denkst Du, ist für uns alle als Gesellschaft die Superpower von morgen?


[Charlotte] Hm! Meine größte Stärke, würde ich sagen, vielleicht eine Art von Neugierde. Also es knüpft auch so ein bisschen an das Generalistentum an, worüber wir vorhin gesprochen haben, und das bedeutet in meinem konkreten Fall, dass ich mich für sehr viele Themen einfach begeistern kann und mir zumindest theoretisch sehr viele Arbeitsfelder vorstellen kann und mir die Neugierde immer was Neues beizubringen und was Neues zu lernen über diese Anfangshemmschwelle von 'Oh Gott, ich habe keine Ahnung, ich habe keinen Plan, wo fange ich an?' – da hilft einem Neugierde so ein bisschen hinweg. Also mir macht das in der Tat nicht viel aus, Anfängerin zu sein. Eher im Gegenteil, es macht mir Spaß, wie das Experimentieren und meinen Horizont zu erweitern. Und ich glaube, gerade in einer Arbeitswelt, die eben immer dynamischer wird und in der es immer mehr zur Normalität wird, sein Berufsfeld auch zu wechseln, kann das durchaus eine Stärke sein. Was aber auch wieder auf direktem Wege zu meiner, oder einer meiner, Unsicherheiten führt, die ich natürlich auch in mir trage: Ist nämlich für mich ein riesiger Unterschied, ob ich diese Neugierde in einem, ich sag mal, sicheren Rahmen auslebe, oder ob ich mich für diese Skills, die mich als Generalistin auszeichnen, bezahlen lasse. Denn ich bin auch ein Mensch, der dazu tendiert, Erwartungen unbedingt erfüllen zu wollen oder auch übererfüllen zu wollen. Und das heißt: Wenn ich jetzt den Plan oder Wunsch hätte, in ein neues Tätigkeits-feld noch mal umzusteigen, dann wäre das definitiv auch mit Unsicherheit verbunden, ob ich auch genügend tiefes oder spezialisiertes Know-how irgendwie mitbringe; und hätte auf jeden Fall Sorge, mit den SpezialistInnen nicht "mithalten zu können", in Anführungsstrichen. Wobei ich dennoch der Überzeugung bin, dass gerade QuereinsteigerInnen eben durch ihre vielseitigen Erfahrungen für ein Team sehr bereichernd sein können, eben weil sie Herausforderungen durch verschiedene "Brillen", sag ich mal, betrachten können und sich kreative Lösung einfallen lassen, die so ein bisschen, ich sag mal, out-of-the-box sind.


[Kerstin] Ja! Und was, denkst Du, ist für uns alle als Gesellschaft die Superpower von morgen?


[Charlotte] Boah, die Superpower! Ich glaube, wir brauchen so ziemlich jede Form von Superpower, die wir kriegen können. Ich glaube, eine davon, gerade wenn man viel mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun hat, ist vielleicht eine Art von Güte, sich selbst gegenüber. Denn ich glaube, angesichts dieser ganz vielen ganz furchtbaren Krisen, mit denen wir konfrontiert sind: seien es jetzt Kriege, Pandemien, soziale Ungleichheiten, Klimawandel – da kann man die Liste leider unglaublich lange noch fortführen – da kann man schnell das Gefühl bekommen, man kann quasi nie genug tun, um "die Welt zu retten", in Anführungsstrichen, und weiß gar nicht, bei welcher Baustelle man anfangen soll, weil es einfach überall brennt. Und das birgt natürlich ein ungeheures Risiko, über die eigenen Grenzen zu gehen und sich selbst auszubrennen. Und das ist natürlich weder für die eigene Mission noch für einen selbst irgendwie dienlich, und auf der anderen [...] völlig resignieren so nach dem Motto: 'Ja was kann ich schon ausrichten als einzelner Mensch?' und ihre eigene Selbstwirksamkeit, aber auch ihre eigene Verantwortung so ein bisschen verleugnen. Und in beiden Fällen hilft meiner Meinung nach, ja zu sich selbst gütig zu sein. Das heißt einerseits zu akzeptieren, dass meine Energie und mein Einfluss aufs große Ganze zwar extrem begrenzt sind, aber gleichzeitig auch anzuerkennen, dass der Einfluss auf jeden Fall auch da ist, auch kleine Erfolge Wert zu schätzen und auch stolz auf sich zu sein für diese kleinen Erfolge. Und es gibt dazu passend ein, wie ich finde, wunderschönes Zitat, von dem ich leider nicht weiß, von von wem es stammt, aber es lautet: "Du kannst der Welt niemals all das Gute geben, das nötig wäre – aber die Welt braucht all das Gute, was Du geben kannst".


[Kerstin] Schön. Wow. Danke Dir für diesen wunderbaren Abschluss, für diese schönen Schlussworte: "Güte für uns selbst", und gleichzeitig, ja nicht zu vergessen, dass wir alle trotzdem unseren Beitrag leisten können. Und ja, ich danke Dir für Deinen Beitrag, den Du mit diesem Interview geleistet hast, für die viele Inspiration, die Du uns jetzt auf diesem Wege mitgegeben hast; und ich wünsche Dir weiterhin ja alles, alles Gute, dass Du weiterhin so viel Freude bei Deiner Arbeit hast, und ja danke Dir für den Sinn, den Du mit Deiner Arbeit stiftest – und für dieses Interview.


[Charlotte] Vielen, vielen Dank. Das tut gut zu hören. Und ja, vielen Dank für das Gespräch; es war wirklich schön, mit Dir zu plaudern.


 

Viel Freude beim Hören! Wir freuen uns, in den Kommentaren von Dir zu lesen, was Du aus dieser Folge mitnimmst.


Zu sehen ist: Kerstin Schachinger

Zu sehen ist: Unterschrift von Kerstin


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